Bewegung und Gedächtnis

Wir alle kennen die Vorteile von Bewegung. Bewegung zu machen ist nicht nur gut für die Gesundheit und die Gemütslage, sondern bietet auch eine Pause vom Alltagsstress. Trotzdem finden viele von uns immer noch nicht die Zeit dafür. Vielleicht können neue Forschungsergebnisse, die zeigen, dass sich Sport positiv auf das Gedächtnis auswirkt, die entscheidende Motivation für das regelmäßige Ausüben von Sport sein.

Wissenschaftler fanden heraus, dass der Hippocampus (das Zentrum des Lern- und Erinnerungssystems des Gehirns) wächst, wenn man fitter wird. Außerdem zeigte der indirekte Effekt von regelmäßiger Bewegung eine Reduktion von Stress und Angst, welche zwei Hauptfaktoren in der Beeinträchtigung unseres Gedächtnisses und unserer Lernkapazität sind.

Alles in allem hat Bewegung sowohl für junge als auch alte Menschen große Vorteile, da Lernen und Gedächtnis bei fast Allem wesentlich ist. Nun könnte man annehmen, dass die Relevanz der Studie junge Leuten und Erwachsenen betrifft. Studien mit älteren Menschen zeigen aber ein anderes Bild: Bei ihnen konnte man ähnliche Phänomene beobachten; zum Beispiel eine erhöhte Aktivität in jenen Bereichen des Gehirns, die für das Lern- und Gedächtnissystem verantwortlich sind. Manchen Studien zu Folge könnte regelmäßige Bewegung sogar Demenz (eine Krankheit, die in diesen Jahren in noch nie da gewesenem Tempo wächst) hinauszögern.

Welche Art von Bewegung ist nun am besten um unser Gedächtnis zu „retten“? Das wichtigste ist, dass man etwa zwei Stunden wöchentlich sein Herz zum Pumpen bringt. Dazu muss man nicht unbedingt rennen, sondern flott laufen. Falls das Laufen nicht anregend wirkt, können andere Aktivitäten wie Schwimmen oder Treppensteigen effektiver sein. Selbst Haushaltsaufgaben könnten reichen solange sich der eigene Herzschlag erhöht und man leicht ins Schwitzen kommt. Also steh auf, spring, renn und schwitz für deinen Körper und Geist!

Mikail Gögenur


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