Palmöl trägt möglicherweise zur Bildung von Metastasen bei

Palmöl ist in einer Unmenge unterschiedlichster Produkte zu finden. Ob im Schokoriegel, Keksen, Fertigsuppe, Margarine und – für viele unerwartet – auch in Lippenstift, im Rasierschaum und in Waschmitteln. Palmöl ist – aufgrund des hohen Ertrags der Ölpalme , aber auch deren Anspruchslosigkeit hinsichtlich der Bodenqualität – das weltweit am meisten genutzte Pflanzenöl. In den letzten Jahren in Verruf geraten ist es deshalb, da riesige Flächen artenreicher Regenwälder – vor allem in Indonesien – abgeholzt werden um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen. Es gibt aber einen weiteren Grund, den eigenen Palmölkonsum zu überdenken: übermäßiger Palmölkonsum ist gesundheitlich bedenklich. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Palmöl beinahe zur Hälfte aus Palmitinsäure, einer gesättigten Fettsäure, besteht. Gesättigte Fettsäuren sind seit geraumer Zeit als Mitverursacher von Herz- und Gefäßerkrankungen im Gespräch. Zum anderen entstehen beim industriellen Verarbeitungsprozess Risikostoffe, wie Glycidyl-Fettsäureester (GE). GE wird im Körper zu Glycidol umgewandelt. Die EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) bezeichnete bereits im April 2016 Glycidol als “genotoxisch und karzinogen”, es könne also Mutationen auslösen und Krebs verursachen. Glycidol kann grundsätzlich nachträglich aus dem Öl entfernt werden allerdings ist das äußerst aufwändig und somit teuer.

Somit bleibt dem aufmerksamen Konsumenten vor allem eines zu tun: Den Konsum jener Produkte zu reduzieren, in denen Palmöl enthalten ist.

Tibor Altenberger


Quellen:
Bild: 123rf.com [Tan Kian Yong]
http://www1.wdr.de/wissen/mensch/palmoel-krebs-mutationen-100.html
http://derstandard.at/2000056665979/Unter-Verdacht-Palmoel-koennte-Krebs-befeuern